3 erstaunliche Wahrheiten über Change-Management

Veränderung - die meisten von uns mögen sie nicht. Doch wer agil arbeiten möchte, braucht einen guten Umgang mit Veränderung. Wie sieht der aus? Welche Chance steckt vor allem für Teams in Veränderungsprozessen? Und welche Qualitäten haben die erfolgreichsten Mitarbeiter der Zukunft?

Inspirierende Antworten auf diese Fragen habe ich im Podcast-Interview mit Change-Managerin Simone Kirsch erhalten. Im Folgenden fasse ich die wichtigsten Punkte zusammen.

Beziehungsmanagement und Vertrauensaufbau sind Grundvoraussetzung für gelungene Veränderung

In Veränderungsprozessen sind wir verletzlich, weil wir gezwungen sind, unsere Komfortzone zu verlassen. Die Menschen reagieren in solchen Situationen entweder mit Schockstarre, Flucht oder Gegenangriff. Damit es gar nicht erst so weit kommt, muss ein Rahmen geschaffen werden, in dem die Mitarbeiter offen zu ihren Schwächen stehen können.

Change-Manager*innen etablieren hier zunächst eine Beziehungsebene zu den einzelnen Mitarbeitern. Erst wenn das gelungen und eine Vertrauensebene gefunden ist, kann im nächsten Schritt an den Beziehungen der Mitarbeiter untereinander gearbeitet werden. 

Fakt ist: Wir sind alle Menschen mit einer eigenen Geschichte und individuellen Bedürfnissen. Wenn wir uns dessen bewusst sind und unsere Unterschiede genauso respektieren, wie unsere Gemeinsamkeiten, können wir vertrauensvoll und offen miteinander umgehen.

Du brauchst Hilfe bei der Kommunikation in Konfliktsituationen? Ich berate dich gerne:

Vor allem für die Zusammenarbeit im Team steckt im Change eine Chance

Wozu braucht es ein Team, wenn jede*r am besten selbstständig arbeitet? Teams leben davon, dass ihre Mitglieder sich gegenseitig ergänzen. Um zu erkennen, wo wir uns gegenseitig unterstützen können, müssen wir im ersten Schritt offen miteinander über unsere Stärken und Schwächen sprechen.

Veränderungsprozesse lehren uns, dass es keine Schande ist, etwas nicht zu wissen und um Hilfe zu bitten. Wir sind in diesem Prozess alle gleichermaßen verletzlich. Und das fördert auf der anderen Seite unsere Offenheit.

Der größte Gegenspieler dieser neu gefundenen Offenheit und Vertrautheit ist der Druck von außen. Deswegen sollten wir Veränderungsprozessen ausreichend Zeit geben und vor allem viel darüber sprechen.

Generalisten kommen mit Veränderungsprozessen am besten zurecht

Wer bisher zu den absoluten Experten auf seinem/ihren Gebiet zählte, kommt mit Veränderung nur schwer zurecht. All die angesammelte Erfahrung lässt sich in einem sich ständig verändernden Kontext schwer anwenden. Gefragt sind jetzt vor allem Charaktere, die sich zügig in neue Bereiche einarbeiten können, ohne zu tief zu gehen. Die Stunde der Generalisten hat geschlagen! 

Unerfahrene Mitarbeiter brillieren oft in Veränderungsprozessen, denn sie sind offener für neue Wege als ihre erfahrenen Kollegen. Idealerweise profitieren beide Personengruppen voneinander. Starre Hierarchien machen in einem agilen Arbeitsumfeld wenig Sinn.

Erfolgsbeispiel: Change-Management und Community Management bei Siemens

Im Podcast spreche ich mit Simone Kirsch ausführlich darüber, was gutes Change-Management und Community Management gemeinsam haben. Simone hat für Siemens interne Mitarbeiter-Communities aufgebaut und in ihrem letzten Projekt interne Experten zum Thema künstliche Intelligenz als externe Influencer aufgebaut. Außerdem ist sie mit "Der Impro-Effekt" selbstständig als Change-Managerin tätig. Hierbei setzt sie auf Methoden aus dem Impro-Theater.

Podcast mit Simone Kirsch

Höre dir das Interview mit Simone hier an:

Egal, ob Community Management oder Change-Management - beides ist nur von Erfolg gekrönt, wenn wir Mitglieder wie Mitarbeiter auch als Menschen wahrnehmen. Deswegen handelt Simone in schwierigen Situationen nach dem Prinzip "erst nachfragen, dann handeln". Wer sich gehört und verstanden fühlt, kommt Veränderungen schon viel besser zurecht.

Das könnte dich auch interessieren

Mit dieser Form der Wertschätzung motivierst Mitarbeitende nachhaltig

Um Mitarbeitende langfristig zu motivieren und zu binden, braucht es von Unternehmen eine Form der Wertschätzung, die tiefer geht. Feelgood Management sorgt dafür, dass beide Seiten profitieren.

Der 3-Stufen-Plan für deine aktive Community

Community Aufbau: Mach deine Follower zu engagierten Mitgliedern mit diesem erprobten 3-Stufen-Plan.

Mit diesen 3 Schritten wird deine Community zum Selbstläufer

Mit diesen 3 Schritten sorgst du dafür, dass deine Community wächst und zum Selbstläufer wird.