Mit dieser Form der Wertschätzung motivierst Mitarbeitende nachhaltig

Unternehmen stehen heute vor einer wachsenden Herausforderung: Sie finden nur sehr schwer passende Arbeitskräfte. Und wenn sie passende Talente gefunden haben, können sie diese meist nicht lange im Unternehmen halten. Woran liegt das? Ein zu niedriges Gehalt ist in den meisten Fällen nicht der Grund. Vielmehr haben sich die Anforderungen der Mitarbeitenden gewandelt und Unternehmen fällt es schwer, hier mitzuhalten.

Sinn und Freude statt dickes Gehalt

Was Mitarbeitende heutzutage suchen, ist nicht mehr in erster Linie das dicke Gehalt. Stattdessen verlangen sie nach einer Wertschätzung, die tiefer geht. Sie suchen eine Arbeit, in der sie nicht nur eine Rolle erfüllen, sondern ihre Talente einbringen und sich weiter entwickeln können. Eine Arbeit, die sie in den 40 Stunden pro Woche mit Sinn erfüllt und einen Arbeitsplatz, wo sie sich wohlfühlen.

Motivierte Mitarbeitende im Austausch
Mitarbeitende, die sich wohlfühlen

Um diesem Anspruch gerecht zu werden, wird von den meisten Unternehmen vor allem viel Kosmetik betrieben, während sich im Kern an den alten Arbeitsweisen nichts ändert. Es werden neue Jobtitel erdacht, das Budget für Fortbildungen erhöht, sich agile Arbeitsmethoden übergestülpt, neue Benefits installiert und wohlklingende Unternehmenswerte formuliert. An all diesen Maßnahmen ist nichts Schlechtes, es sind wichtige Schritte in die richtige Richtung, doch für langfristig zufrieden Mitarbeitende braucht es Veränderungen, die tiefer gehen.

Erfolgsfaktor Feelgood Management

So ein Kulturwandel in einem Unternehmen geschieht nicht von heute auf morgen. Diese Veränderung braucht Raum, um sich zu entwickeln mit viel Diskurs und Beziehungsarbeit. Hier kommt das so genannte Feelgood Management ins Spiel. "Feelgood Management stärkt eine wertschätzende Unternehmenskultur. Feelgood Manager sind die Schnittstelle, an der 'gut gemeint' als 'gut gemacht' im Arbeitsalltag tatsächlich wirksam wird. [...] Feelgood Manager nehmen wahr, thematisieren und treiben voran. Sie sorgen für die Verbesserung der internen Kommunikation und der internen Arbeitsprozesse. Sie schaffen Gemeinschaftserlebnisse, stärken das Wir-Gefühl– und darüber Identifikation mit dem Unternehmen. Sie arbeiten mit innovativen Tools aus dem agilen Methoden-Baukasten, initiieren Lösungen, wo Prozesse ins Stocken geraten mit dem Ziel Menschen und Teams zu befähigen." (Quelle: https://goodplace.org/erfolgsfaktor-feelgood-management/)

Erfolgsbeispiel: Feelgood Management bei der F&P GmbH

Podcast-Interview mit Anja Neumann und Liv Rothhaar
Podcast mit Anja Neumann und Liv Rothhaar

Ich habe mich im Podcast mit Anja Neumann und Liv Rothhaar, zwei Feelgood Managerinnen aus Leidenschaft, unterhalten. Ich wollte von ihnen wissen, was sie tun, wie sie es tun und warum sie ihren Job so sehr lieben (denn: das tun sie!). Die beiden haben mir im Interview auch ein paar Tipps für gelungenes Feelgood Management mitgegeben, die ich hier gerne mit dir teilen möchte:

Fange mit den kleinen Dingen an

Anstatt sofort den ganzen Laden umzukrempeln, schau, was du im Kleinen bereits für deine Kolleg*innen verbessern kannst. Das können schon ein paar neue Teesorten in der Kaffeeküche sein. Mit der Optimierung bei den grundlegenden Bedürfnissen schaffst du es bereits, deinen Kolleg*innen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Das motiviert und ebnet den Weg für weitere Veränderungen.

Frage deine Kolleg*innen, was sie sich wünschen

Einer der größten Fehler im Community Management wie im Feelgood Management besteht darin, zu wenig Fragen zu stellen. Stattdessen handeln wir basierend auf unseren Annahmen und erzielen Ergebnisse, die die Kolleg*innen nicht wirklich begeistern. Gehe stattdessen lieber erstmal in den Dialog und finde heraus, was die Herausforderungen und Wünsche der Mitarbeitenden sind. Löse die Probleme mit ihnen, anstatt für sie. Das macht auch gleich viel mehr Spaß.

Lerne von anderen

Du musst das Rad nicht neu erfinden. Es gibt andere Feelgood Manager, von denen du lernen kannst und entsprechende Meetups, wo ein solcher Austausch stattfinden kann (Anja organisiert solch ein Meetup beispielsweise in Leipzig, weitere Meetups findest du hier) Aber auch von den Kolleg*innen aus thematisch ähnlich gelagerten Abteilungen, wie beispielsweise HR, kannst du viel lernen. Um Hilfe zu bitten, fällt uns seltsamerweise oft schwer, obwohl wir selbst so gerne anderen helfen. Also: keine falsche Scheu, die Kolleg*innen freuen sich bestimmt, wenn sie dir helfen können.

Schaffe eine Vertrauensbasis

Das wichtigste Werkzeug eines Feelgood Managers sind dessen Soft Skills. Nimm dir die Zeit, um da zu sein, wahrzunehmen und zuzuhören. So baust du eine Vertrauensbasis zu deinen Kolleg*innen auf. Der vertrauensvolle Austausch liefert dir im Umkehrschluss wertvolle Informationen für deine Arbeit und du sicherst dir für die spätere Umsetzung von Projekten die Unterstützung deiner Kolleg*innen - besser geht es nicht!

Wenn du nun Lust auf mehr Tipps und Beispielgeschichten zum Thema Feelgood Management hast, höre dir die Podcast-Episode an:

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